30 Jahre Anarchy im rhiz: CAMP ILLNESS-SAMSTAGS-PUNK-SOIREE

Non-translateable invitation to the Rhiz Punk evening hosted by Drehli Robnik and DJ super tronic.

Saturday, November 25, starts 9 PM.

Liebe Freunde und Förderinnen des Punk,

in ein paar Tagen ist es auch schon wieder dreißig Jahre her, dass mit “Anarchy in the UK” die erste Single (so nannte man damals die kleineren CDs) der Sex Pstols (intrissanterweise nicht: “The Sex Pistols”, sondern ohne Artikel, so wie “The”, fälschlicherweise oft auch: “The The”) - also, dass denen ihre erste Single namens “Anarchy in the UK” erschienen ist. Erschienen ist sie den Engländern, bald der ganzen Welt, und Punk im uns heute lieb und teuer gewordenen Sinn ward geboren.

Deswegen feiern wir als Proponentinnen und Popoenten der Punk-Brauchtumspflege in der Nacht zum Jubiläum hin, d.i. am SAMSTAG DEM 25. NOVEMBER SEINEM ABEND, ab 21 Uhr MEZ in dem rhiz drinnen (weil draussen isz zkalt), dass das so ist wie es oben beschrieben steht. Am 26.11.76 erschien also “Anarchy in the UK”. Im Zeichen von dreißig Jahre Erfolgspunkgeschichte und “Under a Punky Moon” spielen im Rahmen der CAMP ILLNESS POGO EDITION zwei Männer um die Dreißig, nämlich DJ SUPER TRONIC und DREHLI “RÄUDIG” ROBNIK, Musik aus Zeiten und in Tonlagen, in denen Punk noch gegen alles war, vor allem aber gegen uns - also in etwa von 1965 bis 2006, von The Sonics, The Stooges und MC5 über The New York Dolls und die nach Christl Stürmers T-Shirt-Sujet benannten Ramones (wobei Christl Stürmer jetzt übrigens auch eine nach ihrem Nachnamen betitelte fanatische Fan-Zeitschrift herausgibt) und eben obig genannte Sex Pistols nebst Clash, Damned, Buzzcocks, X-Ray-Spex über die “Class of 78″ mit so illustren Charakteren wie Joy Division, Gang of Four oder den UK Subs bis weiterweiterweiter: Hüsker, Kennedys, Black Flag, Minutemen, gaaanz wenig Exploited und Green Day, notfalls Die Ärzte, nur drei Hosen, aber dann wieder viel Goldene Zitronen, Le Tigre, frühe Fugazi, Beasties und Tocos, Thermals, LCD Soundsystem und Bierbeben, keine Killerpilzköpfe, dafür aber Austropunk wie Chuzpe, Schund, Kleenex Aktiv oder Go Die Big City.

Dabei legen wir Wert auf bedingungslose Negativität oder vielmehr auf die Umwertung des Entwerteten zur Souveränität des Anteillosen, sprich: Punk oder zumindest dessen Virtualität, also was Punk mehr sein kann und tun kann als fügsame Genremusik für Extremsportuntermalung oder Teenieselbstverwirklichungskino zu sein oder Herzblutauffrischung für die Sensucht nach wirklich ganz echt empfundenem Rackenrohl.

Anders gesargt, wir rotzen am Samstag die alte Pogo-Hütten voll. In diesem Sinne: Bringt eure Sicherheiznadeln, lasst den Hund mal zuhause und schnorrt euch gegenseitig nieder!

Die Veranstaltung findet unter dem Ehrenschutz des designierten UNO-Generalsekretärs Punky Moon statt.

Mit einem zünftigen “I hate Pink Floyd” verabschiedet sich bis Samstag,

Drehli “Räudig” Robnik

auch im Nahmen von

DJ Super Tronic

P.S. Abgesehen von den hierzulande unters NS-Wiederbetätigungsverbotsgesetz fallenden Insignien ist es doch auffällig, dass der freundliche Herr Mag. Rotten auf dem Abbild zwei Filzstifte und einen Kugelschreiber in der Brusttasche seines Sportjacketts trägt, so als wäre er Filialleiter-Stellvertreter beim Merkur-Markt.

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